www.herbsttreffen.komm

Der Titel für das nächste Herbsttreffen steht fest: »Klick für Klick: Schritte in der digitalen Sprachtherapie«. Vielen Dank an alle, die ihre Ideen eingereicht haben, für die zahlreichen und tollen Vorschläge!

Die diesjährige Veranstaltung ist aufgrund der aktuellen Situation brandaktuell und wir freuen uns über Zusagen von fünf Referent*innen zum Schwerpunktthema. Es ist uns auch ein Anliegen, die Erfahrungen und Fragen aller Sprachtherapeut*innen einzubeziehen. Daher starten wir in Kürze eine Umfrage.

Weitere Informationen folgen…

Herbsttreffen 2020 Titel
Titel des 14. Herbsttreffen Patholinguistik (von je weiter weg man schaut, umso leichter ist er zu erkennen)

Neuester Tagungsband erschienen

Der Tagungsband vom 12. Herbsttreffen 2018 ist heute in der Reihe »Spektrum Patholinguistik« erschienen und ab sofort als Download verfügbar!

Er beinhaltet alle Beiträge zum Schwerpunktthema »Weg(e) mit dem Stottern: Therapie und Selbsthilfe für Kinder und Erwachsene« sowie die der Posterpräsentation zu verschiedenen Themen aus der sprachtherapeutischen Forschung und Praxis.

Die gedruckte Ausgabe kann über den vpl oder über den Buchhandel bezogen werden.

Cover des Tagungsband 12

Titel für das 14. Herbsttreffen gesucht – Kreativ sein und gewinnen

Das diesjährige Schwerpunktthema ist »Sprachtherapie digital«. Es wird um Apps für die Sprachtherapie, um Teletherapie, um unterstützte Kommunikation (UK) sowie um andere Nutzungsformen neuer Medien im sprachtherapeutischen Alltag gehen.

Was aber noch fehlt, ist ein Titel – und hier können sich alle beteiligen! Wir suchen den besten Titel für das diesjährige Herbsttreffen. Diese Mühe soll natürlich nicht umsonst sein. Der beste Vorschlag wird der offizielle Herbsttreffen-Titel 2020 und neben dem Ruhm kann die Gewinnerin bzw. der Gewinner kostenlos am 14. Herbsttreffen teilnehmen.

Vorschläge können bis zum 1. April hier auf der Webseite, auf der vpl-Facebook-Seite oder auch direkt per E-Mail an team@herbsttreffen-patholinguistik.de eingereicht werden.

Das Team freut sich über eine rege Beteiligung und viele Vorschläge.

Prävalenz und Persistenz isolierter Lesestörungen in den Klassenstufen 1 bis 3: Eine Gegenüberstellung verschiedener Diskrepanzen

Lea Wiehe, Katharina Weiland & Michael Wahl
Institut für Rehabilitationswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Forschung und Praxis mit Lese-Rechtschreibstörung (LRS) ist von unterschiedlichen Definitionen und deren Anwendungen geprägt (Klicpera, Schabmann, Gasteiger-Klicpera & Schmidt, 2017). In diesem Beitrag sollen zunächst verschiedene Klassifikationen vorgestellt und kritisch beleuchtet werden. Des Weiteren werden anhand einer Teilfragestellung des Projektes BLab (Blickbewegungen und ihre Bedeutung bei der Diagnose und Therapie von Lesestörungen) Prävalenz- und Persistenzraten von isolierten Lesestörungen unter Anwendung verschiedener Diskrepanzen vorgestellt, die abschließend mit ihren pädagogischen Konsequenzen beleuchtet werden sollen.

Entwicklung eines neurolinguistischen Befundes zum Satzverstehen

Romy Neise, Dorothea Pregla & Nicole Stadie
Universität Potsdam

Das Poster soll einen Einblick in die wesentlichen Bestandteile eines neurolinguistischen Befundes sowie in die Erstellung eines solchen für das auditive Verständnis von Sätzen geben. Der Fokus liegt dabei auf der transparenten Identifikation relevanter Einflussvariablen verschiedener Satzkonstruktionen und deren Einordnung in ein psycholinguistisches Modell zur Satzverarbeitung. Das Ziel dabei ist es, einen erklärenden Befund darzustellen, mit dem erhaltene und beeinträchtigte Leistungen von Personen mit Aphasie auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse aus der psycholinguistischen Forschung anschaulich und verständlich gemacht werden und somit ein Transfer in die sprachtherapeutische Praxis möglich ist, sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapieableitung.

Pragmatische Kompetenzen von Kindern mit Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen

Svenja Obry & Bianca Bohn
Universität Erfurt

Die Sprachentwicklung bei Kindern mit Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen (FASD) wurde bisher nur wenig erforscht. Die soziale Kommunikation ist eines der Schlüsseldefizite der Kinder. Die Eltern von 25 Kindern mit FASD (5;0 bis 12;6 Jahre) beantworteten schriftlich die Fragen des Interviewleitfadens „Das Pragmatische Profil“ (Dohmen, Dewart & Summers, 2009). Die Antworten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und in Bezug zu Meilensteinen der physiologischen pragmatischen Entwicklung gesetzt.

Profiling der Lernbedürfnisse im Leseverständnis von Grundschulkindern

Sophie Gruhn, Eliane Segers, Jos Keuning & Ludo Verhoeven
Radboud Universität, Nijmegen & Cito, Institute for Educational Measurement, Arnhem

In dieser Studie wurde untersucht, ob anhand der Zusammenhänge zwischen dem globalen Leseverständnis und dessen zugrundeliegenden Komponenten innerhalb eines Texts mit und ohne Feedback unterschiedliche Leseverständnisprofile bei Grundschulkindern identifiziert werden können. In einem Pretest/Posttest-Design haben niederländische Dritt- bis FünftklässlerInnen 30 kurze Texte in einer digitalen Lernumgebung gelesen und jeweils eine globale Verständnisfrage beantwortet. Die TeilnehmerInnen wurden zufällig innerhalb der Klassen zwei experimentellen Bedingungen zugeordnet, mit entweder zusätzlichen Fragen vor dem Posttest über Wortbedeutungen vom Text mit Feedback (n=97) oder Fragen zu Wortbedeutungen und Satzintegrationen vom Text mit Feedback (n=98). Die Kontrollgruppe (n=98) beantwortete nur die globalen Verständnisfragen. Die Analysen zeigen, dass sich schwächere LeserInnen in den experimentellen Bedingungen, die Feedback benötigten, im globalen Verständnis der Texte verschlechterten, während dies bei stärkeren LeserInnen in den experimentellen Bedingungen, die kein Feedback benötigten, und in der Kontrollgruppe nicht der Fall war. Die Abnahme im globalen Leseverständnis war noch stärker für LeserInnen, die vom Feedback nicht profitierten. Die Notwendigkeit von Feedback und die Reaktion auf Feedback können dazu beitragen, SchülerInnen mit unterschiedlichen Leseverständnisfähigkeiten feiner zu differenzieren.