Programm

Weg(e) mit dem Stottern: Therapie und Selbsthilfe für Kinder und Erwachsene

Vorträge

Kristina Anders, Bad Emstal bei Kassel
Die Kasseler Stottertherapie: Präsenztherapie und Onlinetherapie für Jugendliche und Erwachsene

Kirsten Richardt, Bonn
Die Bonner Stottertherapie: Umsetzung und Evaluation eines Kombinationsansatzes

Andreas Starke, Hamburg
Der Modifikationsansatz der Stottertherapie in Zeiten der Evidenzbasierung

Dr. Claudia Iven, dbs/Moers
Frühtherapie für stotternde Kindern ab 2½ Jahren am Beispiel des Palin PCI-Konzepts

Martina El Meskioui, Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V., Köln
Stottern in Schule und Beruf: Was bietet die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.?

Tobias Haase, Stottern & Selbsthilfe Landesverband Ost e.V., Beratungsstelle »Sprechraum«, Berlin
Rückfallvorsorge, Lebensqualität und Sprech(un)flüssigkeit: Die Bedeutung der Stotterer-Selbsthilfe als posttherapeutische Maßnahme

Workshops

Klicken Sie auf den Workshoptitel für weitere Details.

Alexander Fillbrandt, Praxis für Logopädie, Mainz
Neue Medien in der Sprachtherapie: der Einsatz von Tablets und Apps

Sabine Laerum, Potsdam
Selektiver Mutismus: Schritt für Schritt Mutmuskeln aufbauen – Die Dos und Don’ts beim Einführen einer neuen Person

Lothar Schwalm, MBSR Berlin u. Brandenburg
Achtsamkeit und Selbstmitgefühl: Ressourcen für Menschen in helfenden Berufen

Petra Schuster, BlickRichtung, Buchholz in der Nordheide
MFT für die Praxis: Das funktionale Mundprogramm (FMP)

Informationen zu den Postern

Flyer

Flyer Herbsttreffen Patholinguistik 2018
UhrzeitProgrammpunkt
ab 8.30Tageskasse & Registrierung
9.00 – 10.30parallele Workshops
10.30 – 11.00Poster, Aussteller & Kaffeepause 1
11.00 – 11.15Begrüßung
11.15 – 12.45Hauptvorträge 1 & 2: Kasseler & Bonner Stottertherapie
12.45 – 14.00Mittagspause (Mensa)
14.00 – 15.00Vorträge Selbsthilfe
15.00 – 15.15Postervorstellung
15.15 – 16.00Poster, Aussteller & Kaffeepause 2
16.00 – 17.30Hauptvorträge 3 & 4: Modifikationsansatz & Frühtherapie
17.30 – 17.45Posterpreisverleihung & Verabschiedung

Workshop-Details 

Neue Medien in der Sprachtherapie: der Einsatz von Tablets und Apps 

  • freie Plätze: 11
  • Referent: Alexander Fillbrandt, Praxis für Logopädie, Mainz
  • Kursbeschreibung: Ein Workshop über Gegenwart und Zukunft der Sprachtherapie mit einem iPad. Ganz praktisch: Interaktives Therapiematerial direkt auf einem iPad erstellen und nutzen. Technik entwickelte sich und TherapeutInnen steht eine immer größer werdende Anzahl an Apps zur Verfügung, die sich auch in der Therapie einsetzen lassen. Was können Apps und Therapiepads heut schon? Was werden sie in zehn Jahren können?
  • über den Referenten: Alexander Fillbrandt ist Logopäde und Nerd. Er arbeitet praktisch als Logopäde in der Neurologie und betreut hauptsächlich Patientinnen und Patienten in der Akutneurologie und Phase B. Seine Schwerpunkte sind die Dysphagie-Diagnostik, das Trachealkanülenmanagement und die Digitalisierung der Logopädie. Außerdem ist er Gründer und Kopf hinter madoo.net und bloggt über seine Schwerpunkte.

Selektiver Mutismus: Schritt für Schritt Mutmuskeln aufbauen – Die Dos und Don’ts beim Einführen einer neuen Person

  • freie Plätze: weniger als 3
  • Referentin: Sabine Laerum, Potsdam
  • Kursbeschreibung: Kinder mit selektivem Mutismus können insbesondere in Situationen nicht sprechen, in denen Sprechen von ihnen erwartet wird. In diesem Workshop geht es darum, wie wir durch spezifische Verhaltens- und Kommunikationstechniken ihren Sprechdruck lindern und ihnen vom ersten Augenblick an eine Brücke ins Sprechen bauen können. In klar strukturierten, systematischen und individualisierten Schritten helfen wir dem Kind, sich zunächst in der therapeutischen eins-zu-eins Situation zu öffnen. Darauf aufbauend wird das Einführen weiterer Menschen als Sprechpersonen möglich (z.B. Erzieherinnen, Lehrer, Verwandte etc.).
  • über die Referentin: Sabine Laerum, Jahrgang 1969, lebte fünf Jahre in den USA und lernte dort 2012 die Parent-Child-Interaction Therapy for Selective Mutism kennen (PCIT-SM, entwickelt von Dr. Steven Kurtz). Seither unterstützt sie selektiv mutistische Kinder in den USA, Deutschland und der Schweiz in Einzel- und Gruppensettings sowie in Schulen und Kindergärten. Sabine Laerum schloss ihr Erststudium der Linguistik und Rhetorik an der Universität Tübingen mit dem Titel der Magistra Artium ab, ist ausgebildete Journalistin und rundet ihren beruflichen derzeit Werdegang mit dem Bachelor of Science in Patholinguistik an der Universität Potsdam ab. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Achtsamkeit und Selbstmitgefühl: Ressourcen für Menschen in helfenden Berufen

  • freie Plätze: 16
  • Referent: Lothar Schwalm, MBSR Berlin u. Brandenburg
  • Kursbeschreibung: In diesem Workshop werden die Begriffe Achtsamkeit und Mitgefühl geklärt und deren Wirksamkeit in Bezug auf die Herausforderungen und Belastungen (z.B. Gefahr von „Empathiemüdigkeit“ und emotionalem Burnout) in helfenden Berufen erörtert. Beide Begriffe sind zwar sehr präsent in den Medien. Trotzdem scheinen viele Menschen ein unklares oder falsches Verständnis davon zu haben geschweige denn davon, wie und wofür man Achtsamkeit und Mitgefühl für sich selbst und andere lernen und üben könnte.
    Neben der Theorie werden Sie einige Übungen aus dem MBSR und MSC-Programm kennenlernen und ausprobieren. MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) und MSC (Mindful-Self-Compassion) sind die beiden wichtigsten wissenschaftlich untersuchten säkularen Programme auf diesem Gebiet. Am Ende des Workshops erhalten Sie einen Download-Zugang, auf dem Sie einige relevante Texte und Anleitungen runterladen und damit weiterüben können.
  • über den Referenten: Lothar Schwalm, MBSR/MBCT/MSC-Kursleiter, Mitarbeit bei Arbor-Seminare Freiburg und im ReSource-Projekt des Max-Planck-Institutes für soziale Neurowissenschaften Leipzig, Gründungsmitglied des MBSR/MBCT-Verbandes Deutschland, übt seit über 30 Jahren Vipassana-Meditation und ist u.a. Vater, Ehemann, Tischler und Erzieher. www.mbsr-bb.de

MFT für die Praxis: Das funktionale Mundprogramm (FMP)

  • freie Plätze: ausgebucht (Warteliste)
  • Referent:Petra Schuster, BlickRichtung, Buchholz in der Nordheide
  • Kursbeschreibung: Therapien von Kindern mit Sigmatismen und Mundfunktionsstörungen gehören in den meisten Praxen zum Alltag. In diesem Workshop wird das FMP-Konzept vorgestellt und die Übungen gemeinsam durchgeführt. Die Behandlung basiert auf der Annahme, dass ein gezieltes funktionales, muskuläres Training mit Hilfe von Übungsmaterial zu einem schnelleren Erfolg in den Bereichen Kraft, Dosierung, Tonus und Koordination führt. Das Besondere am FMP ist die klare Vorgabe von 16 Übungen, die symptom- und störungsspezifisch ausgewählt und individuell für den Patienten angepasst werden.
    Innerhalb von 10 Therapien durchlaufen die Kinder das gesamte Programm und erreichen in der Regel ein physiologisches Schluckmuster.
    Im Workshop werden die Übungen gemeinsam durchgeführt, die jeweilige Wirkung besprochen und die Steigerungsstufen erprobt. Die Praxistauglichkeit wird durch ein Hausaufgabenheft und einen Dokumentationsbogen sichergestellt, so dass während der Therapie bereits die Vorgaben für den Patienten notiert und der Therapiestand erfasst werden kann.
    Ziel des Workshops ist es, dass die Teilnehmer_innen bereits am Montag mit den ersten Übungen in der eigenen Praxis starten können.
    Damit die Übungen erarbeitet werden können ist es wichtig, dass die Teilnehmer_innen das Material selbst mitbringen: NUK-Saugtrainer, Trinkschlauch (Silikon ca. 50 cm), Kauschlauch (Kautschuk, ca. 30 cm), 3 Myoringe, 2 Luftrüssel. Bei Fragen zum Material können Sie sich gerne an die Dozentin wenden unter: petra.schuster@schuster-blickrichtung.de
  • über die Referentin: Petra Schuster ist derzeit freiberuflich als Coach und Dozentin tätig. Sie ist Gesundheitsökonomin (M.A.), zertifizierte Coach und augebildetete Logopädin, Castillo-Morales-Therapeutin und Sensorische Integrationstherapeutin, die 15 Jahre in eigener Praxis arbeitete. Frau Schuster bietet Einzelberatungen als Coach oder Gruppen- und Teamfortbildungen zu Praxisgründung, Patientencoaching, Mitarbeiterführung, Teamentwicklung sowie mit logopädischem Schwerpunkt u.a. Therapie kindlicher Schluckstörungen oder nach Laryngektomie an.

Posterbeiträge

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