Programm

Klick für Klick: Schritte in der digitalen Sprachtherapie

Alle Informationen finden Sie auch im aktuellen  icon Herbsttreffen-Flyer.

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Programm auf einen Blick

UhrzeitProgrammpunkt
9.00 – 9.30hWillkommen & Einführung
9.30 – 10.45hVorträge 1 & 2 Jaecks/Jonas & Niebuhr-Siebert
10.45 – 11.15hPoster, Aussteller & Pausen-Chat
11.15 – 12.45hVorträge 3 & 4 Wahl & Leinweber
12.45 – 13.30hMittagspause
13.30 – 14.00hPoster, Aussteller & Pausen-Chat
14.00 – 14.45hVortrag 5 Bilda
14.45 – 15.45hPodiumsdiskussion mit allen Referent*innen
15.45 – 16.00hPosterpreisverleihung & Abschluss
16.00 – 16.30hPausen-Chat
16.30 – 18.00hparallele Workshops

Vorträge

Dr. Petra Jaecks & Dr. Kristina Jonas, U Bielefeld & U Köln
Digitale Diagnostik

Prof. Dr. Sandra Niebuhr-Siebert, FH Clara Hoffbauer Potsdam
Der mediale Einfluss auf den Spracherwerb – Chancen und Risiken

Prof. Dr. Michael Wahl, HU Berlin
Digitale Medien in der Unterstützten Kommunikation

Prof. Dr. Juliane Leinweber, HAWK Göttingen
App-Einsatz in der Logopädie/Sprachtherapie: Strategien und Kriterien

Prof. Dr. Kerstin Bilda, hsg Bochum
Digitale Logopädie: Neue Wege in der Diagnostik und Therapie

Workshops

Die Tabelle zeigt die Zahl der aktuell verfügbaren Plätze.

Workshop-
Nummer
Referentin/
Referent
KurztitelAnzahl
freier Plätze
1Christoph HarderUKausgebucht (Warteliste)
2Anne TenhagenTaping1
3Beate Birner-JanuschTAKTKIN®6
4Thomas BrauerLSVT3
5Maria GrohmannMusiktherapie & Spracheausgebucht (Warteliste)

Klicken Sie auf einen Workshop unten, um detaillierte Informationen anzuzeigen.

Christoph Harder, VAMED Klinik Hohenstücken
Die Anwendung der Unterstützten Kommunikation in der klinischen Praxis

Workshopbeschreibung
Die Unterstützte Kommunikation hilft, nicht oder schwer verständlich sprechenden Menschen Möglichkeiten der Verbesserung der Interaktion mit ihrem Umfeld zu finden. Dabei wird überprüft, welche körpereigenen Ausdrucksformen und welche Hilfsmittel zur besseren Verständigung genutzt werden können.
In dem Seminar wird anhand von klinischen Beispielen die Anwendung von Techniken der Unterstützten Kommunikation dargestellt. Dabei wird beschrieben, wie die Abläufe einer Versorgung vom Erstkontakt bis zur Versorgung organisiert sind, wie die Erprobung erfolgt und welche Hilfsmittel für den Einsatz genutzt werden. Es wird anhand von Videosequenzen gezeigt, welche Formen der Kommunikation für die jeweiligen Patienten sinnvoll sind und welche Einsatzgebiete die jeweiligen Hilfsmittel bieten. Dabei wird auch darauf eingegangen, welche Ansteuerungsvarianten bei körperlich eingeschränkten Patienten es gibt und wie eine Anpassung erfolgt.

Über den Referenten
Christoph Harder ist Diplom-Patholinguist und arbeitet in der Vamed Klinik Hohenstücken in der Abteilung Sprachtherapie. Dort war er federführend am Aufbau der Therapieform der Unterstützten Kommunikation beteiligt und hat als einen Schwerpunkt die Therapie und Versorgung nicht oder schwer verständlich sprechender Personen mit den entsprechenden Hilfsmitteln. Er erfüllte Lehraufträge an der Humboldt Universität zu Berlin zum Thema UK und ist regelmäßiger Teilnehmer der Arbeitstreffen des Beratungsstellennetztwerkes „UKB Nord“. Christoph Harder ist autorisierter Referent der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation.

Anne Tenhagen, Europäische Fachhochschule Brühl
Der Einsatz des elastischen Tapes in der sprachtherapeutischen Praxis

Workshopbeschreibung
Das elastische Tape biete mittlerweile in vielen Disziplinen eine wertvolle Unterstützung der herkömmlichen Therapie. Durch die gezielte Anwendung kann die Therapieeffektivität gesteigert werden. Das Tape hat unterschiedliche Anwendungsgebiete und kann hierbei z.B. Muskulatur stärken oder schwächen sowie Haltungsgewohnheiten ändern. Auch in der Sprachtherapie finden sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten des Tapes u.a. im Bereich der Myofunktionellen Therapie (z.B. Mund- und Kieferschluss), Stimme (z.B. Haltung, Tonusregulation, Atmung) und Neurologie (z.B. Fazialisparese, Schlucken).
Innerhalb des Workshops wird ein Überblick über das Wirkprinzip und Anwendungsmöglichkeiten in der Sprachtherapie gegeben. Die Teilnehmer werden zwei ausgewählte Anlagen praktisch ausprobieren: Tonisierung des M. orbicularis oris zur Unterstützung des Mundschlusses, Indikationsanlage Fazialisparese.

Vorbereitung und Material
Bitte organisieren Sie sich vorab elastisches Tape (z.B. Kinesio Tape: https://www.sensotape.de/tape-material.html) und eine gute Schere (z.B. eine Küchenschere) sowie einen Spiegel. Es reichen insgesamt 10 cm, falls Sie also auf bestehendes Tape zurückgreifen können, dann nehmen Sie das. Die Farbe können Sie frei wählen. Verwenden Sie vor dem Seminar keine fetthaltigen Cremes im Gesicht.

Über die Referentin
Anne Tenhagen (M.Sc.) ist Logopädin. Im Anschluss an ihre Ausbildung in Göttingen absolvierte sie den interdisziplinären Bachelor an der HS Osnabrück und beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit erstmals mit dem Taping zur Behandlung eines inkompletten Mundschlusses. Seit 2015 gibt sie Fortbildungen zum Einsatz des elastischen Tapes in der Logopädie. Nach dem Master der Lehr- und Forschungslogopädie an der RWTH Aachen ist sie nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der EUFH in Brühl, als angestellte Logopädin und freiberufliche Dozentin tätig.

Beate Birner-Janusch, Münster
Überblick TAKTKIN® bei entwicklungsbedingten Störungen (Kinder)

Workshopbeschreibung
Im Webinar wird ein Überblick über die Grundlagen und Hintergründe zum TAKTKIN® in der Therapie bei sprechapraktischen Kindern gegeben. TAKTKIN® ist ein manuelles Verfahren zur Behandlung sprechmotorischer Störungen wie Dysarthrien und Sprechapraxien. Durch taktil-kinästhetische Hinweisreize werden Sprechabläufe, besonders koartikulatorische Transitionen, unterstützt und verdeutlicht. Die therapeutische Vorgehensweise wird theoretisch wie praktisch (mit Videos des Vorgehens, auch am Klienten) vorgestellt. Das praktische Erlernen des Verfahrens ist aufgrund des Webinars über das Internet leider nicht möglich, da leider keine Möglichkeit der Selbsterfahrung und Supervision besteht. Das Webinar bietet somit eine sehr gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen und ggf. im Anschluss einen TAKTKIN® Ausbildungskurs mit Vorwissen besuchen zu können.

Über die Referentin
Frau Birner-Janusch ist Diplom-Logopädin, Lehrlogopädin (dbl), PROMPT™ Instruktorin und seit 1999 freiberuflich in der Aus- und Weiterbildung von Logopäd*innen und Sprachtherapeut*innen tätig.

Thomas Brauer, Mainz
Lee Silverman Voice Treatment (LSVT®)

Workshopbeschreibung
LSVT LOUD und LSVT BIG sind Therapieformen, die speziell für Menschen mit Morbus Parkinson entwickelt wurden, die aber auch bei anderen neurologischen Erkrankungen und Kommunikationsstörungen eingesetzt werden können. Der Workshop vermittelt einen Einblick in die Grundlagen der Parkinson Erkrankung und die Indikationen für eine LSVT Therapie. Die LSVT LOUD Therapie unter Einsatz des Computerprogramm LSVT Companions wird exemplarisch demonstriert. Ergänzend wird die Übertragung der LSVT LOUD Prinzipien auf die LSVT BIG Therapie (Physio- und Ergotherapie) im Video kurz dargestellt.

Über den Referenten
Thomas Brauer ist LSVT Global Representative, Germany.

Maria Grohmann, Rudolstadt
Musiktherapeutische Elemente in der logopädischen Kindersprachtherapie

Workshopbeschreibung
Musik wirkt. Wir alle kennen das. Sie begeistert und berührt. Sie fasziniert und lässt uns mitwippen und -klatschen und weckt Erinnerungen. Musik bedeutet Ausdruck, Kommunikation, Freude und lässt viele Dinge manchmal einfacher erscheinen. Es ist möglich, auf unterschiedlichen Entwicklungsebenen schon im frühesten Alter mit musikalischen Elementen zu improvisieren, sie gezielt in die Förderung einzusetzen, ohne Kindern ein Gefühl des Übens vermitteln zu müssen. Vielmehr entwickelt sich durch das gemeinsame Musizieren, Singen oder durch elementar-rhythmische Angebote ein freudvoller Umgang mit neuen Lerninhalten. Besonders im Bereich der Sprachförderung ist es lohnenswert, mit vielfältigen musikalischen Inhalten Wortschatz, Artikulation, Grammatik sowie Kommunikationsverhalten spielerisch zu fördern.

Ziel:
Es werden Anwendungsmöglichkeiten vermittelt, die sich gut in die Therapie von Sprachentwicklungsstörungen einbinden lassen und die dahinterstehenden theoretischen Aspekte verdeutlicht. Im Zentrum dabei stehen die Förderung und die ressourcenorientierte Arbeit auf allen linguistischen Ebenen der Sprache (Wortschatz, Grammatik, Artikulation und Kommunikation) in Verbindung mit elementaren musikalischen Mitteln. Dabei wird eine Verknüpfung zu musiktherapeutischen Methoden erstellt, um die positiven Wirkungen von Musik auf Kinder innerhalb der logopädischen Therapie zu Nutze zu machen. Um kreativ zu werden und Zusammenhänge zu verstehen, werden unterschiedliche Instrumente und Materialien vorgestellt.

Inhalte:

  • Einblick in die Musiktherapielandschaft & musiktherapeutische Möglichkeiten – Definitionen, Handlungsformen, Einsatz in der Logopädie
  • Vergleich von Sprache und Musik
  • zielgerichteter Einsatz musikalischer Mittel in den Bereichen Wortschatz, Phonologie, Kommunikation, Mundmotorik und Artikulation
  • Musikalische Bausteine für die sprachtherapeutische Praxis
  • Musikalisch-kreative Gestaltung von Kinderliedern

Über die Referentin
Maria Grohmann ist als Logopädin und Musiktherapeutin in Thüringen tätig. Ihre therapeutischen Schwerpunkte liegen auf der Arbeit im Bereich von Sprachentwicklungsstörungen, als auch Kommunikationsstörungen bei geistigen und komplexen Behinderungen. U.a. als Dozentin der Onlineakademie memole® tätig, gibt sie seit Beendigung ihres Musiktherapiestudiums (2017) Fortbildungen, die sich mit der Verbindung von Musik, Sprache und Kommunikation im therapeutischen Setting auseinandersetzen.

Posterbeiträge

Klicken Sie auf einen Postertitel für Informationen zu den Autor*innen sowie zum Inhalt.
Informationen zum Posterformat finden Sie hier.

Laura Plößel, Judith Heide & Jonka Netzebandt
Universität Potsdam & P.A.N. Zentrum Berlin

Der Touchscreen-Tisch „ActivTable“ der Firma Promethean Ltd. wurde konzipiert, um interaktives Lernen in Gruppen bis 6 Teilnehmer*innen zu ermöglichen. Mithilfe einer Webapplikation können auch individuelle Übungen programmiert werden. Diese Arbeit liefert eine Handanweisung für Sprachtherapeut*innen, um kognitiv-orientierte Übungen für die Aphasietherapie zu erstellen. Außerdem wird ein Überblick über evidenzbasierte analoge Therapiemethoden für die Behandlung der auditiven und visuellen Verarbeitung von monomorphematischen Wörtern gegeben, die sich für den ActivTable programmieren lassen. Gleichzeitig werden aber die technischen Schwachstellen des ActivTable aufgedeckt, die den Einsatz in der Therapie deutlich erschweren.

Julia Brüsch, Antonia Diener, Cilly Hubert, Clara Menze & Judith Heide
Universität Potsdam

Der Beitrag schildert eine Aphasietherapie zum mündlichen Verbabruf, die ausschließlich als Videobehandlung stattgefunden hat. Das diagnostische und therapeutische Vorgehen sowie die Ergebnisse der umfangreichen Therapieevaluation werden berichtet. Wir zeigen damit, dass eine kognitiv-orientierte Sprachtherapie (Stadie & Schröder, 2009) auch im Rahmen einer Videobehandlung umsetzbar ist und zu signifikanten Leistungsverbesserungen führt.

Isabel Neitzel
Schule für Logopädie, Medischulen gGmbH, Köln

Neue Medien bieten vielfältige Möglichkeiten des Einsatzes in der Sprachtherapie. Sogenannte Gamification-Elemente wecken dabei das Interesse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Primärbeeinträchtigung und können das Übungserlebnis für das Kind aufwerten. In diesem Praxisbeitrag werden unterschiedliche Formen von Gamification-Elementen vorgestellt und mit Materialideen verknüpft. Die mögliche Umsetzung wird anhand eines Fallbeispiels eines neunjährigen Patienten mit Entwicklungsstörung und leichter Intelligenzminderung aufgezeigt.

Anne Tenhagen, Christina Kauschke, Julia Siegmüller, Steffi Sachse & Tobias Dörfler
Europäische Fachhochschule (Brühl), Philipps-Universität Marburg, Pädagogische Hochschule Heidelberg

Es findet eine Darstellung des aktuellen Projektstandes zur Überarbeitung und Neunormierung der Patholinguistischen Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen (PDSS, Siegmüller & Kauschke, 2010) statt. Neben der Präsentation der aktuellen Subtests, wird die neue browserbasierte Software präsentiert.

Franziska Machleb & Margret Seyboth
Universität Erfurt

Die Studie untersucht die Rolle unterschiedlicher Fehlertypen im Rahmen einer Benenntherapie, wobei unterschiedliche Erhebungszeitpunkte in die Analyse einbezogen werden. Es wird gezeigt, dass Patient*innen individuelle „Präferenzen“ für bestimmte Fehlertypen haben und es wird untersucht, wie konstant diese über verschiedene Erhebungszeitpunkte hinweg sind. Zusätzlich wird diskutiert, inwieweit ein Zusammenhang zwischen Fehlerquantität und -qualität und Therapieerfolg besteht.

Maren Eikerling, Francesco Vona, Franca Garzotto & Maria Luisa Lorusso
IRCCS E. Medea, Universität Mailand-Bicocca, Politecnico Mailand, Italien

Bei mehrsprachigen Kindern ermöglichen computergestützte Screenings in der Erst- und Zweitsprache des Kindes eine sichere Beurteilung des Risikos einer LRS oder SES. Dies bestätigt die Pilotstudie zur Erprobung der erweiterbaren, webbasierten Screening-Plattform MuLiMi: Die anhand von MuLiMi erhobenen Sprachfähigkeiten von italienisch-deutsch-bilingualen Kinder mit und ohne SES(-Risiko) korrelieren mit den Ergebnissen standardisierter Testverfahren. Somit kann die Screening-Plattform zur Minimierung des Risikos von Fehldiagnosen und dadurch zur Vermeidung von Stigmatisierung sowie fokussiertem, frühzeitigem Handeln beitragen.

Aussteller

LingoTalk

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Masterstudiengang »Integrative Lerntherapie«

Als Sprachtherapeut*in haben Sie möglicherweise bereits des Öfteren eine Lese-Rechtschreib-Schwäche bei Kindern festgestellt. Sprachentwicklungsverzögerungen treten häufig in Verbindung mit einer LRS auf. Um Betroffenen professionell helfen zu können und Klienten*innen eine Finanzierung über das Jugendamt anbieten zu können, ist eine Weiterbildung im Bereich der integrativen Lerntherapie eine wichtige Voraussetzung. Mit dem Hochschulzertifikat der Duden Institute für Lerntherapie in Kooperation mit der SRH Fernhochschule werden Sie spezialisiert ausgebildet, um eine Integrative Lerntherapie für Kinder und Jugendliche mit Lese-Rechtschreib-Schwäche zu planen und zu gestalten. In Verbindung mit einer Tätigkeit bei den Duden Instituten für Lerntherapie erhalten Sie attraktive Sonderkonditionen. Ab 1. Dezember wird das Angebot um einen Masterstudiengang »Integrative Lerntherapie« erweitert.
Mehr Informationen zu den Weiterbildungsangeboten erhalten Sie auf dem Herbsttreffen Patholinguistik und auf dieser Webseite.

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REHAVISTA- Wir machen Unterstützte Kommunikation. Seit 1999.

Wir möchten, dass Menschen sich verstehen. Kindern und Erwachsenen, die ihre Sprache nicht nutzen können, fehlt dafür das wichtigste Werkzeug – ihre Stimme. So unterschiedlich die Menschen sind, denen wir helfen, so individuell ist unsere Aufgabe: Jede*r Einzelne soll sich mit Hilfe von Unterstützter Kommunikation ins Leben einmischen, selbst bestimmen und aktiv teilhaben. Wir sind Lösungsfinder und Möglichmacher. Ein starkes Team mit mehr als technischem Know-how: Engagierte Menschen und moderne Hilfsmittel: Bei REHAVISTA finden Sie beides.

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