Computergestützte, bilinguale Screenings: Risikoidentifikation von LRS und SES bei zweisprachigen Kindern mit der modifizierbaren Web-App MuLiMi

Maren Eikerling, Francesco Vona, Franca Garzotto & Maria Luisa Lorusso
IRCCS E. Medea, Universität Mailand-Bicocca, Politecnico Mailand, Italien

Bei mehrsprachigen Kindern ermöglichen computergestützte Screenings in der Erst- und Zweitsprache des Kindes eine sichere Beurteilung des Risikos einer LRS oder SES. Dies bestätigt die Pilotstudie zur Erprobung der erweiterbaren, webbasierten Screening-Plattform MuLiMi: Die anhand von MuLiMi erhobenen Sprachfähigkeiten von italienisch-deutsch-bilingualen Kinder mit und ohne SES(-Risiko) korrelieren mit den Ergebnissen standardisierter Testverfahren. Somit kann die Screening-Plattform zur Minimierung des Risikos von Fehldiagnosen und dadurch zur Vermeidung von Stigmatisierung sowie fokussiertem, frühzeitigem Handeln beitragen.

Alles kann besser werden! Eine Analyse von Fehlern beim aphasischen Benennen

Franziska Machleb & Margret Seyboth
Universität Erfurt

Die Studie untersucht die Rolle unterschiedlicher Fehlertypen im Rahmen einer Benenntherapie, wobei unterschiedliche Erhebungszeitpunkte in die Analyse einbezogen werden. Es wird gezeigt, dass Patient*innen individuelle „Präferenzen“ für bestimmte Fehlertypen haben und es wird untersucht, wie konstant diese über verschiedene Erhebungszeitpunkte hinweg sind. Zusätzlich wird diskutiert, inwieweit ein Zusammenhang zwischen Fehlerquantität und -qualität und Therapieerfolg besteht.

Profildiagnostik für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen – Das neue Konzept der PDSS

Anne Tenhagen, Christina Kauschke, Julia Siegmüller, Steffi Sachse & Tobias Dörfler
Europäische Fachhochschule (Brühl), Philipps-Universität Marburg, Pädagogische Hochschule Heidelberg

Es findet eine Darstellung des aktuellen Projektstandes zur Überarbeitung und Neunormierung der Patholinguistischen Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen (PDSS, Siegmüller & Kauschke, 2010) statt. Neben der Präsentation der aktuellen Subtests, wird die neue browserbasierte Software präsentiert.

Gamification als Motivator in der Sprachtherapie bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung – Ein Praxisbeitrag

Isabel Neitzel
Schule für Logopädie, Medischulen gGmbH, Köln

Neue Medien bieten vielfältige Möglichkeiten des Einsatzes in der Sprachtherapie. Sogenannte Gamification-Elemente wecken dabei das Interesse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Primärbeeinträchtigung und können das Übungserlebnis für das Kind aufwerten. In diesem Praxisbeitrag werden unterschiedliche Formen von Gamification-Elementen vorgestellt und mit Materialideen verknüpft. Die mögliche Umsetzung wird anhand eines Fallbeispiels eines neunjährigen Patienten mit Entwicklungsstörung und leichter Intelligenzminderung aufgezeigt.

Kneten, blanchieren, dünsten – eine Teletherapie zum mündlichen Verbabruf für Tätigkeiten in der Küche

Julia Brüsch, Antonia Diener, Cilly Hubert, Clara Menze & Judith Heide
Universität Potsdam

Der Beitrag schildert eine Aphasietherapie zum mündlichen Verbabruf, die ausschließlich als Videobehandlung stattgefunden hat. Das diagnostische und therapeutische Vorgehen sowie die Ergebnisse der umfangreichen Therapieevaluation werden berichtet. Wir zeigen damit, dass eine kognitiv-orientierte Sprachtherapie (Stadie & Schröder, 2009) auch im Rahmen einer Videobehandlung umsetzbar ist und zu signifikanten Leistungsverbesserungen führt.

Einsatzmöglichkeiten des ActivTable in der kognitiv-orientierten Sprachtherapie

Laura Plößel, Judith Heide & Jonka Netzebandt
Universität Potsdam & P.A.N. Zentrum Berlin

Der Touchscreen-Tisch „ActivTable“ der Firma Promethean Ltd. wurde konzipiert, um interaktives Lernen in Gruppen bis 6 Teilnehmer*innen zu ermöglichen. Mithilfe einer Webapplikation können auch individuelle Übungen programmiert werden. Diese Arbeit liefert eine Handanweisung für Sprachtherapeut*innen, um kognitiv-orientierte Übungen für die Aphasietherapie zu erstellen. Außerdem wird ein Überblick über evidenzbasierte analoge Therapiemethoden für die Behandlung der auditiven und visuellen Verarbeitung von monomorphematischen Wörtern gegeben, die sich für den ActivTable programmieren lassen. Gleichzeitig werden aber die technischen Schwachstellen des ActivTable aufgedeckt, die den Einsatz in der Therapie deutlich erschweren.

Etwas funktioniert nicht… Wo bekomme ich Hilfe?

Das Herbsttreffen findet zum ersten Mal online statt und stellt uns alle vor neue (technische) Herausforderungen. Also zunächst einmal: Keine Panik!

Dem Team ist es wichtig, dass alle Teilnehmer*innen eine positive Erfahrung machen und die Onlineveranstaltung mit Gewinn und Freude wahrnehmen können.

Sie können uns bei technischen Fragen, Pannen oder Problemen jederzeit vor und auch während der Veranstaltung kontaktieren: hilfe@herbsttreffen-patholinguistik.de

Am Tag des Herbsttreffens wird es auch eine Notfalltelefonnummer geben, die den registrierten Teilnehmer*innen rechzeitig bekannt gegeben wird.

Welche Daten werden gesammelt?

Wie bei jedem Herbsttreffen registrieren Sie sich persönlich mit den Daten, die Sie im Onlineformular eingeben. Diese Daten liegen auf europäischen Servern und unterliegen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Zugriff auf diese Informationen haben nur Mitglieder des Herbsttreffen-Teams und diese Informationen werden nicht weitergegeben.

Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung erfordet keine weitere Registrierung, insbesondere nicht bei Zoom oder gather.town. Beim „Betreten“ dieser Plattformen werden Sie gebeten, Ihren Vor- und Nachnamen einzugeben (bei Zoom auch eine E-Mail-Adresse), damit sie für andere Herbsttreffen-Teilnehmer*innen erkennbar sind – das ist quasi Ihr Namensschild (bitte verwenden Sie ihren richtigen Namen – das Team behält sich vor, nicht identifizierbare Personen zu entfernen). Bei der E-Mail-Adresse in Zoom können Sie eine Dummy-Adresse angeben. Sie ist weder für die Veranstalter*innen, noch für die Teilnehmer*innen sichtbar.
Weitere Informationen über Sie (abgesehen von Ihrer IP-Adresse) bekommen diese Plattformen also nicht.

Brauche ich eine Webcam oder ein Mikrofon? Werde ich als Teilnehmer*in gefilmt?

Sie sollten auf jeden Fall ein Mikrofon haben, damit sie mit anderen sprechen können. Es gibt auch die Möglichkeit zum Austausch mittels Textnachrichten, aber der direkte Kontakt ist dem vorzuziehen.
Wenn Sie beim Vortrag eine Frage stellen möchten, empfehlen wir aber, das live zu tun, um eine Interaktion mit der/dem Referent*in zu ermöglichen. Es wird auch möglich sein, die Frage einzutippen mit der Frage & Antwort-Funktion in Zoom.

Für die Vorträge brauchen Sie keine Webcam. Hier sind nur die Vortragenden sichtbar, die Zuhörer*innen nicht. Das heißt, Sie können nicht gefilmt werden.
Für die Posterpräsentation und die Pausen empfehlen wir eine Webcam, damit man sein Gegenüber auch sieht.
Für die Workshops ist eine Webcam erforderlich, da sonst kein Austausch in der Gruppe stattfinden kann. Hier sollen sich alle Teilnehmer*innen hören und auch sehen können. Es werden hier keinerlei Videoaufnahmen gemacht, diese Funktion in Zoom haben wir deaktiviert.

Wie funktioniert das Online-Herbsttreffen?

Die Vorträge mit der Podiumsdiskussion wird als sog. Zoom-Webinar und die Workshops als Zoom-Meeting stattfinden. Zoom ist ein Kommunikationsdienst, mit welchem man via Computer (über den Webbrowser), Smartphone oder Telefon an Online-Videokonferenzen teilnehmen kann. Die Universität nutzt das System seit 2020 für die Online-Lehre und das Herbsttreffen hat extra dafür eine eigene Lizenz erworben.

  • Die einfachste Variante, Zoom zu nutzen, ist, die Software im Vorfeld der Veranstaltung zu installieren, laden Sie hier die aktuellste Version runter und installieren Sie Zoom, indem Sie die Datei öffnen. Auch wenn Sie Zoom bereits nutzen, empfehlen wir die Installation, was Ihr bestehendes Programm auf die neueste Version updatet.
  • Für die Installation und auch die Nutzung beim Herbsttreffen brauchen Sie bei Zoom keine Daten hinterlegen und auch keinen Account eröffnen.
  • Wenn Sie Zoom nicht installieren möchten, gibt es auch die Möglichkeit, über den Webbrowser (Mozilla Firefox, Google Chrome oder Apple Safari) teilzunehmen. Hier ist das einfachste Vorgehen auf https://zoom.us/join zu gehen und dort die Meeting-ID einzugeben.

Für die Poster- und Ausstellerpräsentationen werden ebenfalls Videochat-Plattformen genutzt, wobei die Präsentator*innen hier selbst die »Räume« erstellen (das ist überwiegend Zoom, aber auch andere).

Für die Pausen haben wir einen virtuellen Konferenzraum auf der Plattform gather.town erstellt. Probieren Sie gerne den digital-persönlichen Kontakt mit den anderen Tagungsteilnehmer*innen aus. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig. Natürlich ist es für die meisten neu und auch ungewohnt, aber in der Kaffeepause oder auf dem Weg zum nächsten Vortrag haben sich in der Vergangenheit wunderbar inspirierende Gespräche ergeben. Probieren Sie es aus!
Bei gather.town erhält jede/jeder Besucher*in einen Avatar, mit dem man sich durch einen 2D-Raum bewegen kann (ein bisschen wie in alten Videospielen). Kommt man in die Nähe einer anderen Person, kann man mit ihr (oder auch mehreren) per Videochat (ähnlich wie bei Skype) kommunizieren. Man sieht, wer alles im Raum ist und kann auch gezielt Personen suchen. So wird ein wenig die Konferenzatmosphäre emuliert und ein zwangloser Austausch oder ein Schwatz zwischendurch in den Pausen ist möglich, sodass auch der persönliche Kontakt nicht zu kurz kommt.

Der zeitliche Ablauf ist vergleichbar mit einer Präsenzveranstaltung. Registrierte Teilnehmer*innen erhalten einen Zugang zur Veranstaltungswebseite, auf der
detaillierte Informationen zu den genutzten Online-Plattformen, die entsprechenden Links sowie weiterführende Programm-Informationen als auch Hilfestellungen und
Kontakte für technische Pannen bereitgestellt werden.

Im Unterschied zu einer Präsenzveranstaltung ist eine Anmeldung zum Herbsttreffen vorab bis zum 7. November erforderlich. Kurzfristige Anmeldungen sind aus technischen Gründen dieses Jahr leider nicht möglich.